Meine Pläne für Kreuzberg
Ich bin Michael Efler und kandidiere für die Linke in Kreuzberg für das Berliner Abgeordnetenhaus. Als Abgeordneter und langjähriger Leiter einer NGO weiß ich, wie hart der Kampf für Menschlichkeit, Demokratie und Klimaschutz ist, wenn alles den Profitinteressen einiger weniger untergeordnet wird.
Als Mieter, der seit über 25 Jahren in Berlin lebt, weiß ich auch, wie es ist, mit meiner Familie wegen einer vorgetäuschten Eigenbedarfskündigung aus der Wohnung zu fliegen. Deshalb biete ich kostenlose Miet- und Migrationsberatung in meinem Bürger*innenbüro an und werde dieses Angebot auch in der kommenden Wahlperiode fortführen.
Viele Kreuzberger*innen sorgen sich wegen steigender Mieten, Verdrängung und der immer schwierigeren Suche nach bezahlbarem Wohnraum um ihre Zukunft. In Kreuzberg werde ich mich dafür einsetzen, dass die Mieten wieder bezahlbar werden, Verdrängung durch Eigenbedarfskündigungen und Airbnbs gestoppt wird und wir Wohnraum durch die Bekämpfung von illegalen Ferienwohnungen, Leerstand und möbliertem Kurzzeitwohnen zurückgewinnen. Dafür schaffen wir auf Landesebene eine Behörde gegen illegale Mieten, deckeln die Mieten für landeseigene Wohnungen und enteignen große Immobilienkonzerne.
Gleichzeitig braucht es ein Umdenken in unserer Stadtentwicklungspolitik. Ich setze mich für eine Stadt ohne neue Bürogebäude und Luxuswohnungen ein, in der nicht mit Boden spekuliert wird. Statt neu auf unversiegelten Flächen zu bauen, müssen Aufstockungen von Bestandsbauten, die Umnutzung von Büroflächen und die Sanierung leer stehender Immobilien Vorrang haben. Abrisse müssen möglichst vermieden und versiegelte Flächen Schritt für Schritt entsiegelt werden.
Mein Herzensthema ist der Klimaschutz. Linke Klimapolitik muss auf öffentliches Eigentum, starke Infrastruktur sowie sozial gerechte Maßnahmen setzen. Gleichzeitig muss sich Berlin stärker an die Folgen des Klimawandels anpassen und die Stadt vor zunehmender Hitze schützen, besonders in einem so dicht besiedelten Bezirk wie Kreuzberg. Dafür muss der BaumEntscheid konsequent umgesetzt werden. Das bedeutet: bis 2040 eine Million gesunde Straßenbäume in ganz Berlin. Im Durchschnitt alle 15 Meter an jeder Straße ein Baum und die Schaffung von 1.000 Kühlinseln und 100 neuen Parks. Hitzeviertel, in denen oft Menschen mit geringem Einkommen leben, die wenig Grünflächen in der Nähe haben, werden dabei zuerst umgestaltet. Gerade für Kreuzberg wäre die Umsetzung dieses Gesetzes sehr wichtig, da es hier eine dichte Bebauung gibt und überdurchschnittlich viele Haushalte mit geringem Einkommen.
Bestehende Grün- und Freiflächen müssen geschützt werden. Orte wie der Gleisdreieckpark und das Tempelhofer Feld, die Begegnungsort für Berliner*innen, Grünfläche, Erholungsort und zugleich wichtige Kaltluftschneisen zur Kühlung der Stadt sind, dürfen nicht bebaut werden. Wir brauchen mehr Naherholungsorte fürs Stadtklima und nicht noch mehr Luxuswohnungen.
Außerdem setze ich mich für weniger Autoverkehr in Kreuzberg ein. Es braucht mehr verkehrsberuhigte Straßen und lebenswerte Kieze, in denen sich die Kreuzberger*innen sicher und gern bewegen können. Dabei müssen die Anliegen der Anwohner*innen ernst genommen werden, damit wir die Mobilitätswende vor Ort gemeinsam voranbringen können.
Viele Menschen in Kreuzberg beschäftigt der zunehmende Müll auf den Straßen. Besonders betroffen sind diejenigen, die in kleinen Wohnungen leben und sich viel im öffentlichen Raum aufhalten. Das möchte ich ändern. Wir als Linke wollen eine kostenlose Sperrmüllabholung für alle einführen und mehr Reinigungen an stark betroffenen Orten durchführen lassen, damit auch Kreuzberg wieder sauberer wird. Ich mache mich auch dafür stark, dass Abfall stärker vermieden wird und Berlin immer stärker zu einer Kreislaufwirtschaft wird.
Mein Ziel ist eine Stadt, die den Menschen dient: mit bezahlbarem Wohnen, mehr Grün- und Freiflächen und einer klimagerechten Stadtentwicklung ohne neue Bürotürme und Wolkenkratzer. Dafür kandidiere ich in Kreuzberg – für den Kiez, für die Menschen, für das Klima. Am 20. September haben wir die Chance, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
