Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Kieztag im September

Bei meinem letzten Kieztag am Mittwoch, den 12. September, war ich zu Gast beim Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. und bei der Bürgerinitiative Schmargendorf braucht Oyenhausen e.V.

Das Ökowerk leistet seit vielen Jahren stadtweit einen großen Beitrag zur Umweltbildung. Das bunte und vielfältige Programm bietet Schulen die Gelegenheit mit Ihren Schüler*innen, die Natur am praktischen Beispiel zu erleben. Hier können Kinder und Jugendliche im Rahmen von mehrstündigen Veranstaltungen Tiere und Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Insbesondere die lange Hitzeperiode und anhaltende Trockenphase dieses Jahres verdeutlicht die Bedeutung von Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Ökologie für die Zukunft und die Notwendigkeit diese Themen in der Bildung zu etablieren.

Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Förderung durch das Land für dieses Leuchtturmprojekt erhalten bleibt.

Ein weiteres Thema bei meinem Gespräch mit der Geschäftsführerin Frau D. Christine Kehl war die Zukunft des Teufelsbergs. Das Ökowerk als Umweltverband engagiert sich aktiv an seiner Umgestaltung. Meine schriftliche Anfrage vom 30. Juli 2018 zu diesem Thema zeigt, dass wir auf Landesebene noch viel Arbeit vor uns haben um die Gestaltung des Teufelsbergs attraktiv und naturverträglich weiter zu entwickeln.

Zur Homepage des Ökowerks geht es hier.

Bei der BI in Oeynhausen ging es um den Erhalt von Kleingartenanlagen und die Befürchtung, dass Vereinbarungen diesbezüglich nicht eingehalten werden. Im Wesentlichen geht es darum, dass die Grothe-Gruppe zugesichert hat, den östlichen Teil der Kleingartenanlage zu erhalten, wenn sie den westlichen Teil mit einer maximalen Geschossfläche von 90.000 m² bebauen darf.

Aufgrund von vertraglichen Regelungen befürchtet die Bürgerinitiative aber, dass die Groth-Gruppe jetzt eventuelle Schlupflöcher nutzen möchte.

Ich habe mich sehr gefreut, dass sich so viele Anwohner*innen zusammenschließen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Insofern werde ich mich diesbezüglich mit unserer BVV in Charlottenburg-Wilmersdorf zusammensetzen und gemeinsam werden wir versuchen, alle relevanten Informationen zu dem Thema zusammenzutragen und für den Erhalt der Kleingartenanlage kämpfen.

Kieztag im März – Mierendorffinsel

Im Rahmen meines Kieztages war ich gestern zu Besuch bei der DorfwerkStadt e.V. Die Geschäftsführerin Frau Andrea-Isermann Kühn erläuterte uns das interessante Projekt „Die Nachhaltige Mierendorff-INSEL 2030“. Das Projekt ist ein schönes Beispiel für Engagement, Partizipation und gute Nachbarschaft. Ziel ist es, die INSEL mit den Ressourcen der Einwohner*innen des Kiezes zu gestalten und zu entwickeln. Dabei vergisst die Initiative aber nicht die großen Probleme unserer Zeit, wie Klimaveränderung oder die Integration von Flüchtlingen.

Wirtschaft, Politik und Verwaltung entwickeln mit den Einwohner*innen und der Wissenschaft gemeinsam Ideen, um die INSEL in der Zukunft attraktiv, lebens- und liebenswert zu gestalten.

Begleitet wurde ich erneut von der BBV-Fraktion der LINKEN in Charlottenburg-Wilmersdorf, Sebastian Dieke und dem Geschäftsführer Matthias Mundt.

Die Nachhaltige Mierendorff-INSEL liegt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, jenseits der Spree und dem Schloss Charlottenburg. Sie ist umgeben von der Spree, dem Westhafenkanal und dem Charlottenburger Verbindungskanal. Den gut 15.000 Einwohner*innen bietet sich hier die Struktur einer Kleinstadt. Eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Dienstleistung und öffentlichen Institutionen, durchsetzt von Grünanlagen und Kleingärten. Hier geht es zu der Homepage des Projektes. 

Kieztag im Februar – Schoelerschlösschen und Bahnhofsmission

Im Rahmen meiner Rubrik Kiez-Tag war ich am Donnerstag, den 1. Februar, glücklicherweise wieder bei schönstem Sonnenschein, im Kiez von Charlottenburg-Wilmersdorf unterwegs.

Mein Weg führte mich zunächst zur Bürgerinitiative Schoeler-Schlösschen. Die Initiative setzt sich nach dem Vorbild anderer Städte für ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum in Wilmersdorf mit unabhängiger Programmgestaltung ein. Der Ort für dieses Zentrum soll das älteste Gebäude von Wilmersdorf sein: das Schoeler-Schlösschen. Lesen Sie hier die bewegende Geschichte des Gebäudes nach. Für die Initiative waren Frau Annette Bräuer und Herr Rainer Wittek mit uns vor Ort, um uns ihr Konzept näher zu erläutern. Verstärkung erhielt ich dieses Mal von der BVV-Faktion der LINKEN in Charlottenburg-Wilmersdorf durch Frederike Gronde-Brunner und Sebastian Dieke. Gemeinsam erfuhren wir mehr über das geplante soziokulturelle Programm. Unter dem Motto „Kultur für Alle“ sollen hier viele bunte Veranstaltungen stattfinden. Im Gastronomiebereich mit einem eigenen kleinen Gemüsegarten sollen leckere, fair gehandelte und regionale Zutaten für die Zubereitung von kleinen und großen Speisen verwendet werden. Die BVV-Fraktion und ich unterstützen das Projekt und werden uns auf politischer Ebene dafür einsetzen.

 

Mein zweiter Besuch an diesem Tag führte mich zur Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo. Hier trafen wir uns mit dem Leiter Dieter Puhl, der uns von vielen bewegenden Einzelschicksalen berichtete. Die Bahnhofsmission ist für viele obdachlose Seelen ein kleiner und willkommener Zufluchtsort. Hier arbeiten viele liebe engagierte Menschen, die nicht nur Kleidung, Essen und Trinken ausschenken, sondern den Gästen auch ihr Ohr leihen, ihnen ein Lächeln schenken und da helfen, wo es möglich ist. Besonders stolz ist Dieter Puhl auf das 2015 errichtete Hygienezentrum. Die hier zur Verfügung gestellten Toiletten- und Duschräume sind für die Gäste kostenlos und eine Gelegenheit für einige Minuten am Tage sich von den Strapazen des Lebens auf der Straße zu erholen.

Nach der Besichtigungstour durch die beindruckende Einrichtung trafen wir uns mit allen Angestellten, Ehrenamtlichen und Praktikanten, die heute Dienst hatten. Neben Glückwünsche zu Geburtstagen, Einstellungen und der Möglichkeit sich vorzustellen, wurden alle für die anstehende Essensausgabe eingeteilt. Frederike und ich wurden direkt an der Theke eingeteilt und durften nach einer kleinen Einweisung den Bedürftigen ihr Essen reichen. Auch wenn ich zu Anfang noch etwas nervös gewesen bin, war es schön zu sehen, dass die Gäste sich über die kleinen Leckereien (heute gab es unter anderem Spitztafelsalat und Erdbeertörtchen von einer hiesigen Feinkostkette) freuten.

In Anschluss an unserem kurzen Dienst stellten uns Dieter Puhl und Wolfgang Nebel (Projektkoordination) ihr neues Projekt vor: Zentrum am Zoo! Das Zentrum soll neben der grundsätzlichen Versorgung den Gästen auch Raum bieten für Bildung und Begegnungen. Es soll zukünftig viel Platz bieten für intensive Beratungen und Begleitung, um den Menschen noch besser und nachhaltiger zu helfen. Auch dieses Projekt unterstützt die LINKE, und so waren bereits alle drei Senator*innen der LINKEN vor Ort, deren Arbeit von Dieter Puhl sehr geschätzt wird.

Erneut ein spannender Tag im Kiez

Initiative Bundesplatz

Unser spannender Tag im Kiez begann bei der Initiative Bundesplatz e.V. Der ehrenvorsitzende Wolfgang Severin, der 2. Vorsitzende Harald Sterzen und der Verkehrsexperte der Initiative Ulrich Kreißl führten uns zwei Stunden um und über den Bundesplatz. Die Initiative setzt sich für ein freundliches, urbanes Konzept des Bundesplatzes ein. Dazu gehören Lärmschutzwände an Bahn- und Autobahnüberführung, ein behindertengerechter Übergang der Bundesallee, die den Volkspark in zwei Teile zerteilt, ein verkehrsminderndes Konzept der Parallelstraßen zur A 100, die bei Verkehrsstaus immer wieder zu erheblichen Problemen führt und den Rückbau der Unterführungen auf der Bundesallee. Die Initiative selbst ist bereits mehrfach in Aktion getreten. Insbesondere ist dabei zu erwähnen, dass sie den gesamten Platz in mühevoller Arbeit entmüllt haben und dabei eine  2m hohe Mauer abgetragen haben, die die Sicht auf den Platz verhindert hat. Gemeinsam mit dem Grünflächenamt, Garten- und Landschaftsarchitekten, wurde der Platz neu begrünt. Dadurch wirkt der Platz natürlich gleich viel freundlicher. Zudem übernimmt die Initiative die nun ständige Entmüllung und Pflege der Neubepflanzung. Dies führte nicht nur zur einer großen Akzeptanz in der Bevölkerung sondern bescherte der Initiative auch diverse nationale Preise. Dieses Engagement und der unermüdliche Einsatz der Mitglieder haben uns sehr beeindruckt.

Westkreuzpark

Unser zweiter Termin an diesem Tag führte uns zum Westkreuzpark, ein stillgelegtes ehemaliges Bahngelände.  Es begleiteten uns Joachim Neu vom WestkreuzPark!, Klaus Rübsamen als Vertreter der Kleingartenkolonie und Norbert Prauser vom BUND. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf verfolgt das Ziel, auf heutigen Bahnflächen zwischen dem Ortsteil Halensee und dem Lietzenseequartier den “Westkreuzpark” zu entwickeln. Hier gibt es viele unterschiedliche Interessen. Der BUND würde den Ort gerne in seinem jetzigen Zustand belassen, da es sich um ein interessantes und artenreiches Biotop handelt. Die anliegende Kleingartenkolonie wünscht sich ein Konzept, dass den Park entkriminalisiert, da die derzeitig Struktur viele verborgene unübersichtliche Winkel enthält. Die Bahn, der das Gelände derzeit noch gehört, möchte gerne an einen Investor verkaufen, welche ein Hochhausquartier auf dem Gelände errichten möchte.

Bürgerinitiative der Siedlung Westend

Unser letzter Termin an diesem Tag führte uns zur Bürgerinitiative der Siedlung Westend und ihren Vertreter Steffen Unger. Ein kleines Wohnidyll mit vielen Grünflächen und damit ideal für Familien und Senioren. Die Mieten sind bisher noch bezahlbar und sind somit dem Mietpreiswahnsinn bisher entkommen. Die Siedlung ist im Eigentum der Eisenbahnsiedlungsgesellschaft mbH, und wird verwaltet durch die Deutsche Wohnen Management GmbH. Die Deutsche Wohnen ist bisher in Berlin nicht als wirklicher Förderer für günstige Wohnräume in Erscheinung getreten und plant nun einen Abriss und eine Verdichtung der Siedlung bei einer vermutlich gleichzeitigen deutlichen Erhöhung des Mietpreises. Zudem wird die ohnehin schon bei Veranstaltungen im Olympiastadion schwer geplagte Parkplatzsituation bei einer gleichzeitigen Verdreifachung der Anwohner sicherlich nicht besser. Die Initiative wehrt sich gegen den Bebauungsplan und scheut auch nicht vor rechtlichen Mitteln zurück. 

Kiez-Tag

Beim Kiez-Tag treffe ich mich mit Gruppen, Initiativen, Bündnissen etc. aus Charlottenburg-Wilmersdorf, um mich über ihre Probleme und Forderungen zu informieren.

Am 27.4.2017 fand mein erster Kiez-Tag statt. Als erste Station ging es auf den Teufelsberg. Begleitet wurde ich von Prof. Kenneweg, dem Sprecher des Aktionsbündnisses Teufelsberg. Als Förster konnte er mir zudem die umweltspezifischen Aspekte fachkundig erläutern. Zusammen besuchten wir dann die Field-Station, die kommerziell vom Eigentümer genutzt wird. Der Besuch kostet 8€ Eintritt. Zusätzlich werden Führungen angeboten. Das Gelände zeichnet sich durch künstlerische Projekte, wie z.B. Graffiti-Wände aus. Unser Ziel ist es (siehe Koalitionsvertrag), den Teufelsberg in Zusammenarbeit mit den Berliner Forsten, freien Trägern des Naturschutzes und der kulturellen Arbeit als Erinnerungs- und Naturort öffentlich zugänglich zu machen.

Die zweite Station war der WOGA-Komplex am Kurfürstendamm. Es handelt sich hierbei um ein beeindruckendes Ensemble des Architekten Erich Mendelsohn. Es umfasst neben einiger Wohnblocks u.a. auch die Schaubühne. Im Innenhof der Wohnanlage befindet sich eine Tennisanlage, die öffentlich zugängig war und als sozialer Treffpunkt konzipiert war. Aus Kalkül des Eigentümers wurden die Tennisplätze verwahrlost. Das Ziel ist es ein mehrstöckiges Wohngebäude auf diese Tennisanlage zu bauen. Dies würde nicht nur den architektonischen Gesamteindruck des WOGA-Komplexes zerstören, sondern auch einen imposanten Bestand an Bäumen vernichten inkl. der sich angesiedelten Tierwelt.